Wühlmäuse
Wühlmäuse
Mein Garten liegt direkt an einem Wäldchen. Deshalb werde ich und alle meine Nachbarn regelmäßig von Wühlmäusen heimgesucht. Es ist schon schlimm und so manches junge Bäumchen konnte mir zwei Fingern aus der Erde gezogen werden, weil die Wurzeln komplett abgefressen wurden. Ich habe mir sogar eine topcat-Falle gekauft, war nicht billig, soll aber sehr effektiv sein. Nur bei mir nicht, sie wurde immer zugewühlt. Was mache ich bloß falsch? Meine Frage: Wer kennt im Großraum Köln-Bonn-Koblenz einen Fallensteller, der mir die nötigen Kniffe beibringt, darf auch was kosten.
- Carolyn
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Re: Wühlmäuse
Meine Mutter hat mit einfachen Draht-Schlagfallen im Laufe ihres Lebens wohl hunderte Mäuse gefangen.Sylvia hat geschrieben:Nur bei mir nicht, sie wurde immer zugewühlt. Was mache ich bloß falsch?
Wenn Mäuse eine Falle zugewühlt haben, dann weil sie bemerkt haben, dass etwas verändert worden ist, entweder am Geruch oder an den Lichtverhältnissen. Ich kenne Deine Falle nicht, aber ich vermute, sie wird auch irgendwie in einen Laufgang eingebaut, so dass die Maus im Durchlaufen gefangen werden soll? Dann ist es wichtig, dass Du die Öffnung wieder so abdeckst, dass kein Licht hineinfallen kann UND !ganz wichtig! Du musst mit Handschuhen arbeiten, so dass Du Deinen menschlichen Geruch nicht auf die Falle überträgst! Nimm dreckige Gartenhandschuhe o. ä mit einem erdigen, natürlichen Geruch, so dass die Maus eben nicht von ihrem Geruchssinn vorgewarnt wird. Das ein oder andere Mal wird es Dir dann trotzdem passieren, frau ist eben nicht perfekt, aber nach einigen Versuchen müßtest Du dann Erfolg haben.
Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird. (Winston Churchill)
- Cerifera
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Re: Wühlmäuse
Die Mythbusters haben in einer Folge mal mit Sprengstoff gearbeitet *gg* danach war aber auch alles andere kaputt - eine Maus haben se natürlich nicht erwischt ;-)
Wenn dann mal in den Gelben Seiten Deiner Stadt nachsehen da müsste sich jemand finden lassen wenn das dort ein größeres Problem ist.
Wenn Dein Garten nicht allzu groß ist könntest Du auch ringsum stabile kleinmaschige Gitter anbringen und so die Mäuse am Eindringen hindern - ist allerdings auch sehr kostenintensiv.
Wenn dann mal in den Gelben Seiten Deiner Stadt nachsehen da müsste sich jemand finden lassen wenn das dort ein größeres Problem ist.
Wenn Dein Garten nicht allzu groß ist könntest Du auch ringsum stabile kleinmaschige Gitter anbringen und so die Mäuse am Eindringen hindern - ist allerdings auch sehr kostenintensiv.
- Toffimum
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Re: Wühlmäuse
Hallo zusammen!
Mein Garten erlebt zur Zeit eine Mäuseplage ohne Gleichen
Überall buddeln zu kleine braune Viecher herum.
Zwischen den Erdbeeren fühlen die sich besonders wohl und lassen es sich schmecken
Meine petersilie wird abgeknabbert und
das Möhrenkraut schmeckt denen auch.Um Fallen aufzustellen sind es zu viele Löcher.Da komme ich nicht gegenan!!
Ich hoffe,dass sich vielleicht mal eine Katze aus der Umgebung erbarmt und hier ihr Jagdrevier einrichtet
in diesem Sinne
Gruß Toffimum
Mein Garten erlebt zur Zeit eine Mäuseplage ohne Gleichen


Zwischen den Erdbeeren fühlen die sich besonders wohl und lassen es sich schmecken

das Möhrenkraut schmeckt denen auch.Um Fallen aufzustellen sind es zu viele Löcher.Da komme ich nicht gegenan!!
Ich hoffe,dass sich vielleicht mal eine Katze aus der Umgebung erbarmt und hier ihr Jagdrevier einrichtet

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Der Mensch stolpert nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
Konfuzius
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- Carolyn
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Re: Wühlmäuse
Versuche es mal mit jeder Menge Knoblauch zwischen den Erdbeeren. Knoblauch soll eine Abwehrwirkung gegen die Graufäule von Erdbeeren haben (weswegen ich ihn dazwischen stecken habe). Bei mir habe ich zumindest zwischen den Erdbeeren auch keine Mäuse, drumherum in den Blumenbeeten usw. schon. Vielleicht kannst Du damit ja zumindest einen Teil verscheuchen.
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- Luzian
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Re: Wühlmäuse
Ich habe mal Topinambur ( Jerusalemartischocke ) früher im Garten angepflanzt.
Da Topinambur heiß begehrt bei Wühlmäusen sind habe ich vorher in das Pflanzloch engmaschigen Hasendraht
gelegt und die Pflanzen konnten in Ruhe gedeihen und sich vermehren.
Hätte ich das nicht gemacht, wären sie alle von den Wühlmäusen angefressen und
nach einem oder zwei Jahren weg gefuttert worden. So hatte ich meine Topinambur und
die Wühlmäuse ihr Nachsehen aber konnten am Leben bleiben.
Gruß
Luzian
Da Topinambur heiß begehrt bei Wühlmäusen sind habe ich vorher in das Pflanzloch engmaschigen Hasendraht
gelegt und die Pflanzen konnten in Ruhe gedeihen und sich vermehren.
Hätte ich das nicht gemacht, wären sie alle von den Wühlmäusen angefressen und
nach einem oder zwei Jahren weg gefuttert worden. So hatte ich meine Topinambur und
die Wühlmäuse ihr Nachsehen aber konnten am Leben bleiben.
Gruß
Luzian
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Weisheit aus Indien
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Re: Wühlmäuse
Hallo Ihr alle,
ich habe gestern eine "Beckmann-Scheuche" bestellt, die mit Windantrieb Klopfgeräusche erzeugt. Das erschien mir für meine Ohren, und die unserer Kaninchen, angenehmer als das Ultraschall-Fiepen von batteriebetriebenen Geräten. Ich bin mal gespannt, ob ich die Wühlmäuse damit vertreiben kann. Hier der Link:
http://www.beckmann-kg.de/websale7/W%fc ... 2%2fmd5%7d
Ansonsten hätte ich noch als Tipp:
- Gefährdete Pflanzen in Drahtkörbe pflanzen
- Viel hacken und lärmen in der Erde
- Topinambur in einer abgelegenen Gartenecke extra für die Mäuse pflanzen. Mir gefällt der Gedanke einer friedlichen Koexistenz mit den Mäusen. Nur habe ich bisher kein Plätzchen dafür gefunden.
Viel Erfolg!
ich habe gestern eine "Beckmann-Scheuche" bestellt, die mit Windantrieb Klopfgeräusche erzeugt. Das erschien mir für meine Ohren, und die unserer Kaninchen, angenehmer als das Ultraschall-Fiepen von batteriebetriebenen Geräten. Ich bin mal gespannt, ob ich die Wühlmäuse damit vertreiben kann. Hier der Link:
http://www.beckmann-kg.de/websale7/W%fc ... 2%2fmd5%7d
Ansonsten hätte ich noch als Tipp:
- Gefährdete Pflanzen in Drahtkörbe pflanzen
- Viel hacken und lärmen in der Erde
- Topinambur in einer abgelegenen Gartenecke extra für die Mäuse pflanzen. Mir gefällt der Gedanke einer friedlichen Koexistenz mit den Mäusen. Nur habe ich bisher kein Plätzchen dafür gefunden.
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- Carolyn
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Re: Wühlmäuse
Ein schöner Gedanke, doch ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass das mit Topinambur funktioniert. Es hieße ja, "alle" vorhandenen Mäuse sollten sich dort aufhalten und den Rest des Gartens in Frieden lassen. Nur werden sich die Mäuse dann gut vermehren, die Population wird zu groß und sie werden auch in den Rest des Gartens wieder einwandern, womöglich sogar verstärkt. Daher kann ich mir nicht vorstellen, dass das von Erfolg gekrönt ist.Filipendula hat geschrieben:Topinambur in einer abgelegenen Gartenecke extra für die Mäuse pflanzen. Mir gefällt der Gedanke einer friedlichen Koexistenz mit den Mäusen.
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Re: Wühlmäuse
So ein Ultraschallgerät das man in die Erde steckt und dann im Umkreis von 50 Quadratmetern alle
Wühlmäuse verscheuchen soll hatte ich mal. Hat überhaupt nicht das geringste gegen die Wühlmäuse gebracht
die kamen trotzdem und das regelmäßige Gefiepe war manchmal nervig.
Ich halte die Methode mit dem engmaschigen Hasendraht den man vorher in das Pflanzloch legt
für immer noch am einfachsten, wenn man den Ertrag möglichst vollständig für sich selbst sichern will.
Wühlmäuse haben den Instinkt sich immer von unten aus der Erde hoch zu der von ihnen begehrten
Knolle zu graben und wenn sie dabei auf ein Hindernis wie den Hasendraht stossen können sie nicht
mehr weiter und lassen es sein.
Ansonsten bleiben nur Wühlmausfallen, die man in deren Erdlöcher legt.
Aber auch dort beißen einige recht spät an und fressen vorher noch viel vom eigenen
Gemüse oder den eigenen Knollen an. Ist also auch nicht die optimale Lösung.
Viele Grüße
Luzian
Wühlmäuse verscheuchen soll hatte ich mal. Hat überhaupt nicht das geringste gegen die Wühlmäuse gebracht
die kamen trotzdem und das regelmäßige Gefiepe war manchmal nervig.
Ich halte die Methode mit dem engmaschigen Hasendraht den man vorher in das Pflanzloch legt
für immer noch am einfachsten, wenn man den Ertrag möglichst vollständig für sich selbst sichern will.
Wühlmäuse haben den Instinkt sich immer von unten aus der Erde hoch zu der von ihnen begehrten
Knolle zu graben und wenn sie dabei auf ein Hindernis wie den Hasendraht stossen können sie nicht
mehr weiter und lassen es sein.
Ansonsten bleiben nur Wühlmausfallen, die man in deren Erdlöcher legt.
Aber auch dort beißen einige recht spät an und fressen vorher noch viel vom eigenen
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Re: Wühlmäuse
Dito, habe ich irgendwo hier auch schon mal geschrieben. Einer der Ausgänge war ca. 15 cm neben so einem Gerät, gerade so, als wären die Mäuse neugierig gewesen, was denn da solchen Lärm mache.Luzian hat geschrieben:So ein Ultraschallgerät das man in die Erde steckt und dann im Umkreis von 50 Quadratmetern alle
Wühlmäuse verscheuchen soll hatte ich mal. Hat überhaupt nicht das geringste gegen die Wühlmäuse gebracht
die kamen trotzdem und das regelmäßige Gefiepe war manchmal nervig.

Hasendraht verwende ich für die Pflaumenverwandten unter meinen Heckensträuchern. Allerdings wird da empfohlen, den Draht auch nach oben hin zu schließen, weil die Mäuse sonst von oben kommen.
Bei Tulpenzwiebeln haben wir die oft angebotenen Plastikpflanzkörbe in "Brotkörbe für Mäuse" umbenannt, sie hatten nach einem Jahr zwei bis drei Fraßlöcher von unten. Die selbst über einen Eimer zurechtgebogenen Körbe aus ummanteltem Drahtgeflecht haben dagegen funktioniert. An Metall beißen sich die lieben Tierchen halt doch die Zähne aus.
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Re: Wühlmäuse
Hahaha, die Dinger habe ich auch gekauft, aber glücklicherweise noch nicht in den Boden gebracht. Naja, kann man dann ja vielleicht getrocknete Wir-warten-darauf-wieder-in-die-Erde-zu-kommen-Zwiebeln drin aufbewahrenCarolyn hat geschrieben:
Bei Tulpenzwiebeln haben wir die oft angebotenen Plastikpflanzkörbe in "Brotkörbe für Mäuse" umbenannt, (...).

Viele Grüße
Petra
Petra
Re: Wühlmäuse
Ich benutze zwei Methoden um die Wühlmäuse freizuhalten. Ich giesse Holunderjauche in die Gänge, da verschwinden sie. Nutze auch die grünen Blätter des Holunders, mache damit kleine unterirdische Barrieren, das mögen sie auch nicht. Ein zweites Mittel dass ich anwende ist die "Kreuzblättrige Wolfsmilch", die versamt sich von alleine und die setze ich als Spalier, um auch einen Barriere um die zu schützenden Beete. Damit fahre ich ganz gut und habe keine Schäden an meinen Pflanzen durch Wühlmäuse. Das alles verteibt die Wühlmäuse aber nur. Muss ich als Einschränkung dazusagen. Was die "Kreuzblättrige Wolfsmilch" betrifft, es ist eine Giftpflanze. Kann auch bei Menschen zu Hautreizungen führen. Ich persönlich hatte bis jetzt noch keine Beschwerden im Umgang mit der Pflanze. Aber bei Wolsmilchgewächsen ist Vorsicht geboten. Ansonsten sind die Fallenhinweise hier im Forum doch sehr hilfreich.Sylvia hat geschrieben:Mein Garten liegt direkt an einem Wäldchen. Deshalb werde ich und alle meine Nachbarn regelmäßig von Wühlmäusen heimgesucht. Es ist schon schlimm und so manches junge Bäumchen konnte mir zwei Fingern aus der Erde gezogen werden, weil die Wurzeln komplett abgefressen wurden. Ich habe mir sogar eine topcat-Falle gekauft, war nicht billig, soll aber sehr effektiv sein. Nur bei mir nicht, sie wurde immer zugewühlt. Was mache ich bloß falsch? Meine Frage: Wer kennt im Großraum Köln-Bonn-Koblenz einen Fallensteller, der mir die nötigen Kniffe beibringt, darf auch was kosten.