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Betonmauer

Verfasst: So Mär 16, 2014 18:25
von Michael CH
Guten Tag

diese Betonmauern hier könnte gehört zu unserem Gemüsegarten.

https://www.flickr.com/photos/74992860@N08/13194458785/

D.h. wir können von der Oberseite her eine Pflanze nach unten wachsen lassen. Vorzugsweise was essbares :pfeif:
Bepflanzen von unten geht nicht. Da ist das Fundament und ausserdem extrem verdichtet durch schweres Gerät.

Wir sind jedoch nicht sicher, was sich eignet. Die Mauer schaut gen Westen und hat im Hochsommer ab ca. 12:00 Sonne (bis ca. 21:30). Dann wirds trotz 800 Meter über Meer ganz schön heiss. Die Nachbarn haben z.b. Reben und sogar Pfirsiche allerdings 1-2 Stunde mehr Sonne und mehr Windschutz.

Unsere Gedanken gehen in richtung Reben, Aprikosen etc. Würden Zwetschgen auch gehen? Für mich ist es zugegebenermassen Neuland..

Für Tips sind wir als sehr dankbar.

Viele Grüsse

Michael

Re: Betonmauer

Verfasst: So Mär 16, 2014 19:16
von Yggdrasil
Willst du Töpfe auf die Mauer stellen, oder oben etwas einpflanzen?

Re: Betonmauer

Verfasst: So Mär 16, 2014 19:23
von Carolyn
Also einen Obstbaum von oben nach unten wachsen zu lassen halte ich für unmöglich. Da müßtest Du Dir schon die Arbeit machen und den Boden unten soweit auflockern, dass Du da pflanzen kannst.

Re: Betonmauer

Verfasst: So Mär 16, 2014 19:57
von Michael CH
Yggdrasil hat geschrieben:Willst du Töpfe auf die Mauer stellen, oder oben etwas einpflanzen?
etwas einpflanzen. ist ja guter gartenboden dahinter.
carolyn hat geschrieben:Also einen Obstbaum von oben nach unten wachsen zu lassen halte ich für unmöglich. Da müßtest Du Dir schon die Arbeit machen und den Boden unten soweit auflockern, dass Du da pflanzen kannst.
das wird nicht gehen. die mauer hat eine L-Fundament (= beton). und für töpfe ist die strasse zu schmal.

Re: Betonmauer

Verfasst: Mo Mär 17, 2014 00:18
von Yggdrasil
Dann könnte ich mir durchaus Weinreben vorstellen.

Wenns ne Nummer kleiner auch sein kann, dann hängende Erdbeeren.

Re: Betonmauer

Verfasst: Mo Mär 17, 2014 01:37
von Mia
Jupp, ich habe jetzt eine ganz verrückte Idee...,
hallo Michael. :smile:
Bild ist angekommen und auch Dein Wunsch, dort etwas essbares zu haben.
Zunächst noch die "ordentlichen" Gedanken: Weintrauben gehen da sicherlich, die Du herunter ranken lassen kannst, wie Yggdrasil schon schrieb. Gut wäre, wenn Du für sie leichte Gitter oder ein paar horizontale Streben anbringen würdest, so dass man die Äste etwas "gehaltener" ziehen kann. Aber wenn ein einfaches, großes Gitter erstmal dran ist, kannst Du auch von oben kleinfrüchtige Kürbisse, nicht zu großfrüchtige Gurken oder Zucchini ( Früchte mittelklein ernten) in allen Arten herunterwachsen lassen. Dazu gibt es Ampeltomaten ( Namen und Größe müsstest Du ergooglen), die auch über die Brüstung wachsen können.
Damit hast Du schon mal etwas für diesen Sommer.

Und nun kommt die verrückte Idee: Eine Freundin von mir hat sich verkauft. Sie wollte eine normale Birne, allerdings kleiner bleibend, also Halbstamm oder Viertelstamm... und hat stattdessen eine Spalierbirne erstanden. Die steht nun seit einigen Jahren in ihrem Garten, und mangels Spalier hängen deren Äste runter! Ich denke, das könnte eine Möglichkeit sein.
Ein simples Spalierobst! Dazu einen Pfahl oben im Garten, damit der Stamm nicht umkippt, und dann die Äste, über den Jägerzaun geleitet, nach unten runter wachsen lassen! Ich weiß jetzt nicht, was in der Schweiz bei Euch besonders gut gedeiht. Frag doch in örtlichen Gärtnereien nach, was es an Spalierobst bevorzugt gibt?
Mirabellen vielleicht? Wäre ja eine Pflaume und die wird ja gern am Spalier gezogen. - Aber es gibt mit Sicherheit auch andere Obstbäume!
Und bis die so groß sind, dass sie da tatsächlich gut herunterwachsen, würde ich halt Tomaten, Kürbis , Gurken und Zucchini dazwischen pflanzen. Ordentlich auch noch rankende Kapuzinerkresse dazu, die sorgt für weniger Schädlinge und macht das Bild erfreulich bunt.
Wenn Du noch mehr Platz hast, pflanz einen Goji: Lycium barbarum. Die Pflanze wuchert stark, hängt ab dem dritten Jahr ihre langen Triebe auch über die Mauer und erfreut mit roten, kleinen Früchten.

Lieben Gruß,
Mia

Re: Betonmauer

Verfasst: Mo Mär 17, 2014 11:03
von Carolyn
Mia hat geschrieben:Sie wollte eine normale Birne, allerdings kleiner bleibend, also Halbstamm oder Viertelstamm... und hat stattdessen eine Spalierbirne erstanden. Die steht nun seit einigen Jahren in ihrem Garten, und mangels Spalier hängen deren Äste runter!
Ich habe einen Gloster-Apfelbaum. Als Spalier gekauft wäre er an dem ihm zugedachten Standort fast eingegangen, daher hat ihn mein Vater freistehend in den Obstgarten gepflanzt. Das Bäumchen ist zwar dünn und spargelig und dazu von Frostrissen geschädigt und etwas schief, steht aber tapfer aufrecht. Die Äste hängen nicht stärker als bei anderen Apfelbäumen auch, wenn man das Größenverhältnis berücksichtigt. Nach unten wachsen die Äste definitiv nicht.

Hier in diesem Beitrag ist ein Bild aus einem Jahr, in dem er übermäßig getragen hat, weswegen die Äste hängen.

Re: Betonmauer

Verfasst: Di Mär 18, 2014 01:19
von Mia
Ich sage ja, Carolyn, es ist eine verrückte Idee... etwas abenteuerlich. :smirk:

Ich glaube Dir gerne, dass die Äste bei Deinem Gloster nicht hängen! Bei der Birne meiner Freundin hängen sie -jetzt aktuell, im Frühjahr- fast bis auf den Boden. Sieht aus, wie ein zweieinhalb Meter hohes Gespenst, diese Birne. Also der Baum steht zwar (ein bissi schräg) aufrecht, hat auch einen sich spargelig hoch schraubenden Mitteltrieb, aber alle seitlichen Äste hängen runter!
Es ist die selbe Freundin, die dieses dicke Nest von Wassertrieben mitten in ihrer Zwetschke hat. Weil da der Schnitt sooo schiefgegangen ist, hat sie die Birne überhaupt nicht beschnitten.
Jetzt standen wir in ihrem Garten, schauten uns ihre Bäume an, ich gab ihr Deine Tipps weiter - und ich habe echt nicht gewusst, was ich mit der Birne machen soll. :doh: Habe das Problem lieber auf August verschoben, weil mich dieser Birnenschnitt völlig überforderte.
Aber so kam ich halt gestern auf die Idee, dass man Spalierobst vielleicht auch hängend ziehen kann? Es müssten Sorten sein, die wirklich lange, spargelige Äste treiben. Die dann runterhängen lassen und quer an der Wand ziehen?
Ob es geht? Ich könnte es mir vorstellen....

Ach, da fällt mir ein: Eine Kiwi könnte man sicherlich so ziehen! Da ist aber die Frage, ob die für diese Höhe winterhart genug ist. Obwohl, wenn die Nachbarn Pfirsichbäume haben??? Hier mal direkt ein Schweizer link: http://www.pflanzanleitung.ch/de/pflanz ... n/kiwi.php

Lieben Gruß,
Mia

Re: Betonmauer

Verfasst: Di Mär 18, 2014 04:52
von Carolyn
Nunja, ich gebe gerne zu, dass ich sowieso gedanklich ein Problem damit habe, etwas nach unten wachsen zu lassen. Selbst bei Hängepflanzen wie z.B. der Dreimasterblume sieht man ja, dass sie EIGENTLICH nach oben zum Licht will, nur sind die Triebe dafür nicht stabil genug, weswegen es eine Hängepflanze ist. Bei typischen Ampelpflanzen kennt man das ja auch, dass sie als Jungpflanze aufrecht wachsen und dann irgendwann abkippen.

Egal, wofür Du Dich entscheidest, Michael, Du wirst damit leben müssen, dass Neutriebe immer zunächst nach oben wollen und Du sie also sehr gezielt nach unten leiten mußt. Bei Weintrauben und Kiwi dürfte das leichter sein als bei Birne oder Apfel. Plan auch ein, dass Du vor allem Weintrauben regelmäßig und kräftig schneiden musst, damit sie tragen.

Re: Betonmauer

Verfasst: Di Mär 18, 2014 20:33
von Mia
Hi Carolyn, :smile:

vom Fengshui her ist das sehr gut, dass Du Pflanzen bevorzugst, die nach oben wachsen. Insbesonders IN Räumen, nichts sollte da zu sehr nach unten hängen.
Was mir bei Michaels Frage spontan einfiel war der Begriff: "Die hängenden Gärten der Semiramis", eines der sieben Weltwunder der Antike. Wie immer schon hätte ich gerne etwas von dieser Pflanzenkunst gewusst, die dort verwendeten Pflanzen gekannt.
Schon als Jugendliche hat mich der Begriff fasziniert, die Bewässerungsanlagen --- aber es gibt kaum etwas Überliefertes.
Wie dem auch sei: Spalierobst nach unten zu ziehen ist eine spinnerte Idee. Wenn man ein gutes Händchen hat, und die Zweige unten waagerecht ausbreitet, könnte es mit etwas Geschick klappen... Aber Du hast völlig recht, Carolyn, tendenziell werden nach oben wachsen wollen!!! Auch die Zweige, die aus den unten angebundenen hochkommen. Man muss schon sehr geschickt sein.
Kiwi und Wein eignen sich da eindeutig besser.

Lieben Gruß,
Mia

Re: Betonmauer

Verfasst: Di Mär 18, 2014 21:23
von Carolyn
Mia hat geschrieben:vom Fengshui her ist das sehr gut, dass Du Pflanzen bevorzugst, die nach oben wachsen. Insbesonders IN Räumen, nichts sollte da zu sehr nach unten hängen.
Öhm, so was das zwar nicht gemeint, aber ok. :lol: Ich bezog mich schon auf die Betonmauer von Michael bzw. das allgemeine Wuchsverhalten. Ansonsten habe ich mir dazu, was ich persönlich bevorzuge, noch keine so wirklichen Gedanken gemacht. Ich hab neben der erwähnten Dreimasterblume auch etliche Grünlilien (deren Blütentriebe auch zuerst nach oben wachsen :wink: ). Ich habe aber tatsächlich kaum einen passenden Platz für Hängepflanzen.
Mia hat geschrieben:Was mir bei Michaels Frage spontan einfiel war der Begriff: "Die hängenden Gärten der Semiramis", eines der sieben Weltwunder der Antike. Wie immer schon hätte ich gerne etwas von dieser Pflanzenkunst gewusst, die dort verwendeten Pflanzen gekannt.
Schon als Jugendliche hat mich der Begriff fasziniert, die Bewässerungsanlagen --- aber es gibt kaum etwas Überliefertes.
Wie dem auch sei: Spalierobst nach unten zu ziehen ist eine spinnerte Idee. Wenn man ein gutes Händchen hat, und die Zweige unten waagerecht ausbreitet, könnte es mit etwas Geschick klappen... Aber Du hast völlig recht, Carolyn, tendenziell werden nach oben wachsen wollen!!! Auch die Zweige, die aus den unten angebundenen hochkommen. Man muss schon sehr geschickt sein.
Selbst wenn man das Geschick (und die dafür nötige Zeit) hat - ich neige dazu, nur so wenig als möglich in den natürlichen Wuchs einer Pflanze einzugreifen. Formschnittgehölze, die irgendwelche Figuren bilden, finde ich z.B. grauslich. Wenn es der Ernährungslage wegen nicht anders geht, klar. Aber ohne Not, nur zur Erbauung des Menschen? Da behandle ich Pflanzen nicht so sehr anders als Tiere. ich erziehe Pflanzen, ich vergewaltige sie nicht. :wink:

Re: Betonmauer

Verfasst: Di Mär 18, 2014 21:39
von Mia
ich neige dazu, nur so wenig als möglich in den natürlichen Wuchs einer Pflanze einzugreifen. Formschnittgehölze, die irgendwelche Figuren bilden, finde ich z.B. grauslich.
Geht mir genauso so!
Hast recht, Carolyn!

Dieses war auch nur eine Idee....