Kleiner Nutzgarten - wer kann Starthilfe geben?

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Kleiner Nutzgarten - wer kann Starthilfe geben?

Beitrag von zehbart » Sa Dez 29, 2012 12:30

Guten Morgen zusammen,

wir haben im letzten Jahr ein Haus mit kleinem Garten gemietet. Nachdem wir uns zuerst einmal dem Innenleben gewidmet haben, soll nun im nächsten Jahr der Garten an der Reihe sein. Kurze Beschreibung unseres gartentechnischen Levels: Ökologisch denkende Stadtkinder, die schon mal ein paar Kräuter auf dem Balkon selbst gepflanzt haben :grin: - aber voller Motivation, viele neue Sachen zu lernen und auszuprobieren. Die Umgestaltung soll nicht viel Geld kosten - am liebsten möchten wir wo es geht Sachen selber bauen, gerne auch unkonventionell.

Ich habe mal eine kleine Übersicht angehängt, aus der die Situation hoffentlich ein wenig rüberkommt. Im großen und Ganzen gibt es drei verschiedene Bereiche. Erstmal den relativ dunklen Bereich neben dem Haus (Zone 1), dann den größten Bereich mit Terasse (Zone 2) mit der Absenkung zum Keller und dann noch einen kleinen Bereich direkt zwischen Garage und Straße (Zone 3). Mir geht es nun hauptsächlich darum, eine Idee fürs Grobkonzept zu finden. Wunschvorstellung: Viele Beeren, Kräuter und viel Gemüse, dazu noch ein paar Blumen damit es schön aussieht :smile: Naja, oder so in diese Richtung.... - uns fehlt einfach der "Startknopf".

Wer von euch hat spontan Ideen? Gerne auch im Sinne des Brainstormings mal verrückte/auf den ersten Blick nicht umsetzbare Ansätze? Wie würdet ihr es machen?


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Mia
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Re: Kleiner Nutzgarten - wer kann Starthilfe geben?

Beitrag von Mia » Mo Dez 31, 2012 21:05

Hallo Zehbart, :smile:

ich habe gestern schon über Dein Thema nachgedacht. Tu mir einen Gefallen und sag mir noch, was für Laubbäume das sind, die da bei Euch wachsen, denn die werfen ja im Sommer Schatten - und im Winter das Laub ab, verändern also den Boden. Und zwar eigentlich zum Positiven. Wo Laub fällt und liegenbleiben kann, wird immer mehr Humus gebildet als anderswo. Zwar dürfte es nicht auf dem Rasen liegenbleiben, der würde dadurch Schaden nehmen, aber auf Gemüsebeete und Staudenbeete dürfte es schon fallen. Einer (der von mit gemeinten Bäume ) steht neben dem Haus in Zone 1, zwei neben der Garage in Zone 3. Was für welche sind es? Ein vierter, kleiner Laubbaum wächst in der rechten Verlängerung Eurer Terrasse. Der wird ja auch mal groß. Was für einer ist das?
Nächste Frage: Hast Du nicht Zone 4 VOR dem Haus vergessen? Die müsste es doch auch geben? Und die soll sich doch auch harmonisch einfügen? Nach Deiner Einzeichnung der Nordrichtung, müsste der Ort vor dem Haus das schöne Abendlicht bekommen. Eure Terrasse und Zone 2 bekäme hingegen vor allen Dingen Morgen(Ost)sonne, im Süden werfen die Bäume vor der Garage und die Garage selbst Schatten, weitere Sonne käme noch spätnachmittags von Westen.

Ich erzähl jetzt mal von meiner spontanen Idee gestern:
Das Haus und auch die Garage sind ja relativ modern, ein bisschen muss man in dem Stil auch mitgehen. Dir jetzt zu sagen , nimm Bruchsteine und lege hier und da kleine Terrassen oder Abgrenzungen an, wäre falsch. Aber es wäre gut, wenn Du Dir Gedanken machen würdest über einen Stein, oder ein Bodenelement, was Du im ganzen Garten immer wieder verwenden willst. Auf der Terrasse liegen diese Waschbetonplatten, die sind nicht gerade schön, ICH würde die nicht an anderen Orten wiederholen. Zudem wohnt Ihr zur Miete und werdet deshalb die Terrasse nicht neu pflastern, vermute ich? - Okay.
Aber vielleicht passen kleine, quadratische Bodensteine in Braun- oder Rottönen dazu. Die würde ich nicht nur (einfach auf Sand gelegt) für einen geschwungenen Weg durch Zone 2 zum Ausgang hinter der Garage verwenden, sondern auch, um das Gelände kleinteilig etwas zu terrassieren und abzustützen. (Wieder: nur auf Sand/Erde gelegt, in die Zwischenräume nach oben NUR Erde!) Eine Fläche für eine solche Terrassierung wäre der Kellerabgang, wenn man davor steht, rechts und vorn. Auch der Raum von der Terrasse nach links geschaut bietet sich stark an. Ein schöner, geschwungerner Bogen, der tief in den Rasen greift, nicht höher als einen/maximal zwei Quadersteine stark, und Muttererde dahinter aufbringen. Das wird Euer zukünftiges Gemüsebeet. Der Platz scheint der Beste, denn hier scheint ungehindert die Ostsonne hin und Nachmittags nochmal die Westsonne. Vor diesem Bogen, der die linke Fläche nach oben abgrenzt, liegen die gleichen Steine als Weg in der Erde, der zum Ausgang hinter der Garage führt.
Kannst Du Dir das vorstellen? - Okay. :smile:
Auch vor der Garagenwand, auf die man von der Terrasse aus guckt, würde ich einen schwachen Halbkreis mit solchen Steinen abgrenzen. Dahinter kann man Laub- und Blühsträucher pflanzen, denn die Garage wirft starken Schatten, die Bäume darüber tun ihr übriges.

Next: Was glaubst Du, warum Euer Vormieter die Chamaezyparis oder Thujen oder was auch immer das ist, was rechts in Reihe, aus Sicht von Eurer Terasse steht, so übel gestutzt hat? Diese hochwachsenden Dinger stehen an einer Stelle, wo sie verdammt viel Licht wegnehmen. Ich würde die alle rausreissen (lassen) und nur das eine Ding am Kellerabgang stehenlassen. Dieses darf sich dafür in Zukunft natürlich entwickeln. Rechts(von der Terasse aus betrachtet) hast Du in Zone zwei dann nur noch die Hecke, auf die man im Prinzip auch verzichten kann, wenn Du die durch einen Zaun und dahinterstehende Beerensträucher( Stachelbeere, Johannisbeere, Scheinquitte etc.) ersetzt. In deren Schatten wachsen dann auch gut einheimische Pfefferminze und Bärlauch.
Auch links (von der Terrasse aus betrachtet), können hinter dem Gemüsebeet als Abgrenzung Beerensträucher stehen.

Das war jetzt mal ein erster Entwurf für Leute ohne Kinder. Wenn Ihr Kinder habt, braucht Ihr mehr Rasen! Dann müssen alle Abgrenzungen der Beete deutlich kleiner ausfallen!
Schreib erst mal, wie Du (Ihr) damit klarkommt, dann folgen noch ein paar Bepflanzungsvorschläge. Dieser kleine Südstreifen vor der Garage eigent sich zum Beispiel wunderbar für Strauchrosen, Rosen an sich, rankende Lonicera, blühende Stauden.
Zone 1 kann wunderbar mit Schattengewächsen bepflanzt werden. Der Efeu, der jetzt schon da steht, ist NIE hinderlich, man lässt ihn als guten, feuchtigkeitsspendenden Bodendecker stehen, reisst Streifen aus und pflanzt dazwischen. In dem Maße, wie sich die Zwischenpflanzung entwickelt, kann der Efeu nach und nach ausgerupft werden.
Nun melde Du Dich wieder!

Lieben Gruß,
Mia
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Re: Kleiner Nutzgarten - wer kann Starthilfe geben?

Beitrag von zehbart » Di Jan 01, 2013 20:03

Hallo Mia,

zuerst einmal vielen Dank für die ganze Mühe, die Du Dir gemacht hast - in Deiner Antwort stecken ja schon viele tolle Ideen, klasse! Ach ja, frohes neues Jahr!

Ich versuch mal, Deinen Faden aufzunehmen. Also, die Bäume auf dem Grundstück sind im groben wohl Eschen. Es scheint sich da um eine spezielle Züchtung zu handeln, so genau konnte uns bisher noch niemand sagen. In den nächsten Wochen werden diese noch ein wenig zurückgeschnitten und ausgedünnt da sie schon eine Menge Licht wegnehmen wenn erst mal Blätter dranhängen. In der Verlängerung der Terrasse steht kein Baum, das ist ein Rosenstrauch.
Deine Idee den Steinen, um Wege und Abgrenzungen zu schaffen finde ich gut - speziell die Sache mit dem erhöhten Gemüsebeet gefällt mir! Die Absenkung zum Keller auf der kompletten Schräge mit Lochsteinen ausgelegt (die sieht man nur nicht mehr, da dort so viel drübergewachsen ist!). Schön sind die allerdings nicht und da es mehr Stein als Loch ist kann man auch nicht so viel reinpflanzen... Über eine Terassierung hatte ich noch gar nicht nachgedacht - finde ich auch toll!

Alle bisherigen Versuche, Kräuter anzupflanzen wurden uns bisher allerdings von den Schnecken zunichte gemacht, die wir leider in Unmengen bei uns haben. Ich befürchte, dass wird uns auch noch eine Menge Spaß bei den Gemüsebeeten bereiten. Bin da auch noch ein wenig ratlos. Chemie will ich nicht, Enten auch nicht. Nachdem was ich bisher gelesen haben bleiben da sonst nur diese hässlichen Schneckenzäune aus Edelstahl, an denen die Tiere dann nicht hochkommen.

Die vier stark rasierten Kollegen am Kellerabgang sind wirklich nicht schön - da hatten wir auch schon drüber nachgedacht die zu entfernen. Die Hecke zum Nachbarn müsste erst mal bleiben. Die Hecke zur Straße hin haben wir im Herbst fast halbiert - sowohl in der Höhe als auch in der Breite :smile:. Das ganze Dingen rauszurupfen und durch Zaun mit Sträuchern zu ersetzen finde ich zwar attraktiv, allerdings wird es glaube ich in Anbetracht, dass wir hier nur zur Miete wohnen sehr teuer. Mal sehen, was sich da findet.

In Sachen Bepflanzung möchten wir gerne viel essbares haben, also Beeren, Kräuter, Gemüse. Mit der neuen Ebene am Kellerabgang würde ja dafür auch noch mehr Platz vorhanden sein (wie schon gesagt, in die Steine kann man nicht wirklich viel pflanzen). Was könnte man davon am besten in die erste Zone packen? Den Platz dort könnte man ja eigentlich am besten dafür nutzen, da es sonst eher toter Raum ist. Allerdings sind die Lichtverhältnisse natürlich nicht optimal. Es wäre wirklich prima, wenn Du uns noch ein paar Ratschläge für die Pflanzen geben könntest.

noch einen schönen Abend und viele Grüße
zehbart

Mia
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Re: Kleiner Nutzgarten - wer kann Starthilfe geben?

Beitrag von Mia » Mi Jan 02, 2013 01:20

Hallo Zehbart, :smile:

mein Browser hat mir gerade meinen langen Beitrag weggehauen. Morgen versuche ich es noch mal neu.
Mit extrem frustrierten Grüßen,
Mia
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Re: Kleiner Nutzgarten - wer kann Starthilfe geben?

Beitrag von Mia » Do Jan 03, 2013 03:28

Okay, heute der nächste Versuch mit einem anderen Browser.
Weil es aber schon spät ist, heute etwas kürzer, dafür kommt dann morgen wieder mehr.

Hallo Zehbart, :smile:

wie schön, dass Du Dich mit der Idee der kleinen quadratischen Steine anfreunden konntest! Um das nochmal auf den Punkt zu bringen und damit wir uns nicht missverstehen: Ich meine wirklich Steine, die eine gewisse Höhe haben, gern quadratisch, KEINE flachen Platten! Nur mit solchen, die eine gewisse Höhe haben, kann man gut Trockenmäuerchen anlegen. Bei Platten würdest Du Dich totarbeiten, gell?
Und wenn Du Trockenmäuerchen zum Terrassieren anlegst, und seien es nur zwei Steinreihen übereinander, denk daran, dass Du die obere(n) Steinreihe (immer) ein paar Millimeter nach innen rückst! So eine kleine Terrasse muss ja halten und Dir nicht irgendwann nach vorne wegbrechen. Unten legst Du auf Sand, die Steine ein bisschen vertieft in die Erde, und dann schichtest Du nur mit Erde zwischen den Steinen auf. - Okay. Das war jetzt was Grundsätzliches. Ich bin sicher, Du kannst auch ohne meine Ausführungen ein einfaches Trockenmäuerchen errichten, aber es gibt Leute, die können das nicht.

Nun weiter:
Der Kellerabgang und die nach vorn und zur Sitzterrasse aufsteigende Fläche sind eigendlich sehr gut für einen Kräutergarten geeignet. Du kannst hier, wenn Du hübsch und geschickt terrassiert, Kräuter aller Lebensbedingungen anbauen. Von feucht und schattig ganz unten, bis zu hellem Sonnenlicht in trockenem Boden ganz oben. Oben werden die Schnecken sie jedenfalls nicht fressen! Oben hast Du die Ostsonne und auch noch Südsonne, denn soweit werden die Schatten der Eschen (nach dem Zurückstutzen?!)nicht mehr reichen. Sorg dafür. Schneide sie soweit zurück, dass Eure Sitzterrasse gute Südsonne abbekommt!

Dem Kellerabgang sieht man auf Deinem Foto wirklich nicht an, dass da Lochsteine drinstecken. Ich habe gestern länger darüber nachgedacht, WIE ICH das machen würde, um daraus ein optisch hübsches und nützlich gutes Beet zu machen, denn so einfach wegreissen kannst Du sie nicht. Sie stützen ja auch Eure obere Sitzterrasse! Ich bin zu folgendem Ergebnis gekommen, was für einen Mieter zwar immer noch recht viel Arbeit bedeutet, aber nicht die Statik gefährdet und einen mehrfach guten Effekt haben kann.

Ich würde so vorgehen: Alles ausrupfen aus den Lochsteinen, Lochsteine innen und aussen freilegen, einen dicken Vorschlaghanmmer holen und die häßlichen Dinger vorne und an den Seitenteilen, die nicht tragen, in Kleinteile zerdeppern. Ganz oben kannst Du sie im Prinzip auch hinten ganz weghauen. - Trümmerfeld bereinigen, Lochsteinschrott in einem Haufen sichern.

Dann kannst Du unten den ersten neuen Bogen aus schönen Steinen legen. Zwei, drei Schichten übereinander? Wahrscheinlich muss die erste Terrassierung schon noch die Höhe der ersten Lochsteine haben?
So. Jetzt hast Du da den ersten Bogen liegen. Vorne füllst Du gute Erde ein und nach hinten Lochsteinschrott. Auf den Lochsteinschrott kommt beliebige, auch schlechte Erde, die Du mit einem Schlauch einschwämmst. Es geht jetzt darum, Hohlstellen auszufüllen. Dann kommt wieder Erde drauf, bisserl Kies, bisserl Schotter, denn auf dem hinteren Ende dieser Terasse soll ja die nächste in die Höhe wachsen. So geht es fort bis oben, mit dem Unterschied, dass Du unten vorne immer gute Erde reinpackst, Du sie aber nach oben - auch vorne - schrittweise immer mehr mit feinem Kies, ODER Schotter und scharfen Bausand vermischt. Also, oben ist die Erde dann recht mager. Oben soll es mindestens ein Verhältnis von 70 zu 30 sein, was das Verhältnis Sand, Schotter, Kies zu guter Erde betrifft. Kann aber auch 60 zu 40 sein. Auf Dauer wird das Verhälnis sowieso noch magerer, weil die Humusbestandteile der Erde nach unten weggespült werden. Macht aber nix, dann tuste halt ein bisschen Kompost drauf. Dann gedeihen die Mittelmeerkräuter nach zwei, drei Jahren wieder kräftiger. Aber im Grunde soll oben recht magere, trockene Erde vorherrschen! Diese sanddurchsetzte Durchlässigkeit/Trockenheit schützt die Mittelmeerkräuter auch vor Frost im Winter! Sie können zwar oben Schnee haben, aber an den Wurzeln darf sich keine gefrierende Nässe stauen, sie, die sie Trockenheit lieben, gehen dadurch ein.
Wenn Du willst, kannst Du nach der Bepflanzung auch noch glitzernden, hellen Gneis drüberstreuen, da geht garantiert keine Schnecke drüber. Das gilt aber nur für die oberen zwei Etagen. :wink:

Jetzt, wie kann ein solches Beet bepflanzt werden? Wir haben hier diesen Treppenabgang zum Keller, oben Sonne, unten Schatten.
Ganz unten wird kaum etwas gedeihen. Dies ist der Platz für Farne und Moose. Vielleicht wächst noch ein Lungenkraut dort, ein versprengtes Scharbockskraut, vielleicht Brunnenkresse, vielleicht etwas Bärlauch, Veilchen, vielleicht etwas feuchtigkeitsliebende Pfefferminze. Aber erwarte Dir von ganz unten nicht zuviel.

Und jetzt fange ich oben an, denn so gestaltet sich für mich die Übersicht leichter.
Oben hast Du nun eine sehr trockenes, mediterranes Beet. Hier gedeihen Thymian (Thymus vulgaris), Rosmarin (R. officinalis und andere frostfeste Sorten), Salbei, Lavendel, Oregano, Bergbohnenkraut. Achte drauf, immer Ursprungssorten zu erhalten. Alles was vom Blatt her panaschiert ist, gelb oder weiß oder sonstwie, alles was artfremd nach Zitrone oder Rosen duftet, friert weg! Das ist nur Zierde für einen Sommer und dürfte nicht überdauern. Bestell da lieber bei einem Händler! - Es gibt kleine, frostharte Nelken, die werden immer wieder von Discountern im Frühjahr angeboten, ohne dass die Leute wüssten, welche Schätze sie da erwerben. Die wachsen in diesem Boden zu diesen Käutern wunderbar und kommen jedes Jahr wieder.
Tripmadame kann man zwischen den Steinen in die winzigen Erdreste pflanzen. Gedeihen gut und schmecken lecker im Salat.

Eine Etage tiefer - in ETWAS weniger Sonne und ETWAS besserem Boden - gedeihen Eberraute, Weinraute, Schafgarbe, trockenheitsliebende Pfefferminze, sowie noch eine Etage tiefer Ysop, Estragon, Zitronenmelisse, Pimpinelle. Die Grenzen sind aber fliessend. Musst gucken, was wo am Besten kommt!
Darunter, in satter, feuchter Erde, immer noch recht hell: Sauerampfer, feuchtigkeitsliebende Pfefferminze, Bärlauch, Brunnenkresse.

Das waren aber nur die Mehrjährigen! Man kann auch Ein- und Zweijährige dawischen pflanzen oder aussäen:
Auf Etage zwei von oben: Basilikum
Etage zwei oder drei: Majoran, Koriander, Borretsch, Dill, Kamille.
Am gleichen Ort, eventuell etwas tiefer, aber immer noch sonnig: Kümmel, Kerbel, Petersilie.

Schnittlauch habe ich raus gelassen, das gedeiht wunderbar im tiefgründigen Gemüsebeet.

Zu all dem alternativ kannst Du aber auch eine Kräuterspirale anlegen! - Google mal danach! Ist weniger Arbeit, nur dann bleibt Dein Kellerabgang ungeschönt!

Wahrscheinlich ist das jetzt so viel, dass Dir der Kopf raucht. Also erstmal Pause bis morgen, übermorgen. Äußere Dich erst mal wieder! Danach schreibe ich zu der Nutzung von Zone 1, 3, und ggf. überhaupt etwas über Stauden.

Nochwas zur Hecke: Wenn Ihr keine Kinder habt und keine Viecher die entkommen können, könntet Ihr auch einzelne Heckenpflanzen rausnehmen und durch Beerensträucher ersetzen. Die müssten dann schon zum öffentlichen Weg etwas geschnitten werden, aber nicht so streng wie der Liguster. Das würde ja durchaus gehen und niemandem etwas machen?

Lieben Gruß,
Mia
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Re: Kleiner Nutzgarten - wer kann Starthilfe geben?

Beitrag von zehbart » Do Jan 03, 2013 23:40

Hallo Mia,

ich bin schwer beeindruckt von der Zeit die Du Dir nimmst und der Fülle an tollen Ideen. Hier noch mal ein dickes, fettes Dankeschön!

Heute wurden bei uns die Bäume gekappt und zwar nicht zu knapp. Da kommt jetzt einiges mehr an Licht in den Garten als vorher. Ich mache am Wochenende mal ein Foto wenn es hell ist und hänge es an.
So langsam formt sich ein Bild in meinen Kopf, wie es später mal bei uns aussehen könnte. Die Sache mit der Trockenmauer (die kannte ich vorher noch nicht, hätte sie aber naürlich so gebaut wie Du es beschrieben hast :grin: ) ist klasse - auf die Idee mit den unterschiedlichen Böden, welche dann von den Schnecken aufgrund ihrer Beschaffenheit gemieden werden, wäre ich niemals gekommen. Wir haben letztes Jahr jeden Abend fleißig die Viecher eingesammelt und versucht unsere drei Basilikumpflanzen zu retten - ohne Erfolg.
Mir ist noch nicht ganz klar, wie Du das mit dem Zertrümmern der Lochsteine meinst (vielleicht mache ich davon besser auch mal ein Foto). Im Prinzip könnte ich mir auch vorstellen, die Steine so zu lassen wie sie sind und einfach von unten angefangen eine Terassierung aufzubauen - dann wären im Endeffekt nachher auch alle Lochsteine mit Erde bedeckt. Oder hattest Du da noch etwas anderes im Sinn?
Ich werde mich in der nächsten Woche mal damit beschäftigen, welche Steine wir wo am besten kaufen und dann anfangen, Stück für Stück alles zu besorgen. Der Terassenbau ist doch mal ein guter Punkt zum starten und es braucht dafür nicht unbedingt bestes Wetter (wenn nicht gerade in den nächsten Wochen der Winter doch noch über uns hereinbricht was ja gut sein kann).

Neben dem Haus (quasi in der ersten Zone auf dem Foto) wollen wir Beerensträucher pflanzen. Momentan in der ganze Untergrund eine Mischung aus Wurzelgemenge von Bäumen und Efeu, druch den sich ein Trampelpfad zu unserem Komposthaufen schlängelt. Ich hatte mir überlegt, den kompletten Streifen einmal umzugraben und dann an der Hauswand die Sträucher zu setzen - reicht da wohl die Morgensonne aus? Im Wald gibt es ja auch nicht so viel Licht für die Beeren... Daneben würde ich erst mal Rasen sähen. Da wäre dann Punkt zwei auf der Agenda.

Dritter Punkt wäre dann das Gemüsebeet (oder die Beete). Hier hattest Du ja das Hochbeet an der Hecke entlang vorgeschlagen. Finde ich auch gut, allerdings habe ich hier wieder ein wenig Sorge wegen der Schnecken. Hast Du hier noch einen Tip für uns?
Dann bleiben noch die Flächen hinter der Terasse, vor der Garage und das Stück zwischen Garage und Straße. Vor der Garage im Garten geht bestimmt noch etwas gemüsiges, zu Straße hin würde ich dagegen eher etwas strauchiges pflanzen wollen. Direkt an der Terasse darf dann ruhig noch etwas schön blühen... Das waren jetzt einfach mal so meine Vorstellungen in den Raum geworfen, ich habe keine Ahnung, ob das so auch lichtmäßig Sinn macht.


Viele Grüße
Zehbart

Mia
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Re: Kleiner Nutzgarten - wer kann Starthilfe geben?

Beitrag von Mia » Fr Jan 04, 2013 23:59

Hallo Zehbart, :smile:

ich versuche jetzt mal alles der Reihe nach abzuarbeiten.

1. Es ist gut, dass die Bäume kräftig beschnitten sind! Den Eschen sollte das auch nichts ausmachen. Sonne ist wichtig, sonst gedeiht kein Gemüse, keine bunten Sommerblumen und auch keine Beerenstäucher. Auch Rasen tut sich schwer, er kümmert und neigt zum Vermoosen. Hier könnte ich jetzt mit Zone eins weitermachen, aber das hebe ich mir auf für später.

2.Schnecken stellen in allen Gärten ein Problem dar. Man kann die auch nur ein bisschen durch trockenere, vollsonige Böden mit Gneis drauf hindern, auf allen anderen bleiben sie. - Leider. Es gibt noch zwei, drei Dinge, die Du tun kannst: 2.1.: Halte den Garten vor allem an feuchten Stellen ordentlich! Dort sitzen sie, vermehren sich, und schwärmen von da aus aus. Dein Kellerabgang wie er jetzt ist, dürfte ein wahres Schneckenparadies sein. Übersichtliche Brennesselecken oder Staudenstängel, die vertrocknen, dürfen hingegen sein! Alles was trocken ist und VERtrocknet, wie Brennnesseln zum Winter hin, stößt die Schädlinge unter den Schnecken ab, nährt aber die Nützlinge unter ihnen.
Daraus folgt 2.2.: Lerne die Schnecken kennen! Das größte Problem für landläufige Gärtner ist die spanische Wegschnecke, Arion vulgaris, die irgendwann in den 50ziger Jahren eingewandert ist und andere einheimische Nacktschnecken. Google Dich mal durch diesen link durch, dann lernst Du mehr: http://weichtiere.at/Schnecken/land.html
Also, unsere Gartenfeinde sind vor allem diese dicken, rotbraunen Viecher (Arion vulgaris), und - zum Teil - die weiteren dunkelbraunen, dunkelgrauen und schwarzen Nacktschneckenarten. Vernichte nie eine Gehäuseschnecke! Die bunt gekringelten Viecher sind Todholzraspler! Sie werden sich in keiner Weise an Deinen Salaten oder Kräutern vergreifen! Um zu überleben brauchen sie vertrocknende Stängel alter Stauden oder eben sehr gerne die von alten Brennesseln. Zudem sehen sie hübsch aus. Auch Weinbergschnecken raspeln gerne an totem Holz.
Falls Du Weinbergschnecken im Garten hast, können die auch zu Gegenspielern der Nacktschnecken werden, indem ihre Jungen deren Gelege vertilgen. So eine Weinbergschnecke geht allerdings schon an Salat, auch manche Blumen mag sie. Aber mir ist es sehr viel lieber, ich opfere ihr ein paar Salate, als dass die Nacktschnecken über Nacht ALLES kahlfressen.
Schone auch bitte die Schnegel! Das sind auch Nacktschnecken, grau, schwärzlich, oft hübsch marmoriert, bisweilen seeehr groß, aber es sind Gegenspieler der gemüsevertilgenden Nacktschnecken! Der Tigerschnegel frisst die Eier der rotbraunen Viecher, also NICHT umkommen lassen!
Trotzdem ist es mit den Nacktschnecken - besonders zu Regenzeiten - keineswegs einfach. Da nützt einem ja alle Mühe nichts, den Garten trocken zu halten! Um wirklich schneckensicher zu sein, muss man sich ein entsprechendes Beet kaufen oder ein kleines Gewächshaus.
Alternativ kann man 2.3.: besonders gefährdete Kulturen wie Salate oder Basilikum hochgestellt in Töpfen/Schalen halten. Dem Basilikum macht das überhaupt nix! Es gedeiht phantastisch im Topf! An Salate wie den mehrjährigen Rucola (Diplotaxis tenuifolia) gehen keine Schnecken, er wuchert stark, muss also immer wieder beschnitten werden, aber er kann für die Nacktschnecken zu einem Gemüsebeet eine regelrechte Hürde darstellen. Vorher muss man das Innere des Gemüsebeetes allerdings Schneckenfrei kriegen. Es gibt ein Schneckenkorn von Neudorff - Ferramol - welches die Schnecken durch zuviel Eisen vergiftet. Es ist unschädlich und Du hast keine Schneckenleichen. Das würde ich schon noch dort einmal anwenden, bis Deine "Grenze" steht.
Ich benutze es gar nicht mehr, denn ich habe soviele entzückende Weinbergschnecken im Garten, die möchte ich nicht umbringen.
Frag wieder, wenn Du Deinen Garten angelegt hast! Zum Beispiel zu entsprechenden Beeten... :wink:
Zum Rucola:
http://www.gartendatenbank.de/wiki/dipl ... tenuifolia

3. Thema Lochsteine
Zehbart, ich meine WIRKLICH: zertrümmern, zerdeppern, kleinen Bruch daraus herstellen! Und zwar aus den NICHT tragenden Teilen. Jetzt, warum? Wenn Du sie so in der Erde lässt und Trockenmäuerchen drumherum schichtest, hast Du lauter kleine Kämmerchen in denen das Wasser jeweils unterschiedlich nach unten weggeht, aber keinen verbindenden Boden mit gleichen Bodenansprüchen pro Terrasse. Da sind ja immer die äußeren Lochsteine als Mauern dazwischen! Du hast dann innerhalb jeder Etage ganz verschiedene Kleinklimata! Mit nur begrenztem Platz für die Wurzeln! Kannst Du Dir das vorstellen?
Du kannst aber auch, wenn Du die Mühe scheust, was ich sehr gut verstehen kann, die Lochsteine einfach freilegen, die Erden wie besprochen von unten nach oben einfüllen und neu beflanzen! Dann hast Du relativ wenig Arbeit, nur Du hast dann halt die Lochsteine von außen. Überall ein Kraut rein! - Ginge ja auch! Und das ist sicherlich nicht schlecht!

Diese Geschichte mit den unterschiedlichen Böden darfst Du nicht verallgemeinern. Es ist wirklich so, dass die verschiedenen Pflanzen unterschiedliche Bodenansprüche und unterschiedliche Lichtansprüche haben. Es würde Dir nichts nutzen, wenn Du unten einen Lochstein mit einem Erd/Sandgemisch füllst, und da einen Thymian reinpflanzt. Der würde Dir eingehen. Es ist schon so, dass ich genau bedacht habe, was ich schreibe. Unten: feucht, schattig, humusreiche Erde, nach oben immer mehr Licht, die Erde immer magerer, ganz oben Mittelmeerbepflanzung.
Du kannst Sandbeimischung und glitzernden draufgestreuten Gneis auch nicht als Rezept für Dein Gemüsebeet verwenden, die Gemüse würden schlecht gedeihen.
Es besteht immer ein Zusammenhang zwischen Licht, Bodenansprüchen und den entsprechenden Pflanzen.

4. Zone 1.
Du hast da Folgendes:
.... ist der ganze Untergrund eine Mischung aus Wurzelgemenge von Bäumen und Efeu...
Das kriegst Du durch Umgraben leider nicht weg. Baumwurzeln sind sehr aktiv, wenn Du sie abhackst, sind sie im nächsten Jahr stärker wieder da. Die Beerenstäucher solltest Du an dieser Stelle vergessen. Beerensträucher wachsen in voller Sonne, selbst die Blaubeeren im Wald wachsen am Waldrand , wo die Sonne sie noch gut erwischt, und zwar in leicht saurem Boden, der oft durch Nadelfall von Tannen oder Fichten hervorgerufen wird. - Also, das wird nix. Auch Rasen wird dort kaum gedeihen.
Aber sei nicht grantig, die Natur hat Dir hier doch ein wunderbares Beispiel gegeben, wie SIE es macht! Sie hat den beschatteten Boden, der wahrscheinlich für wenig anderes taugt, mit Efeu überzogen! Die Baumwurzeln ziehen ganz viel Feuchtigkeit aus dem Boden, und obwohl es Nordlage ist, wird der Boden - sofern Du den Efeu wegnimmst - hier im Sommer sehr trocken sein. Das Einzige was an solchen Plätzen tatsächlich gut gedeiht, ist Efeu! Er hält den Boden, der im Sommer wegen der Baumwurzeln auszutrocknen droht, mit seiner Blätterschicht beschattet und stets etwas feucht.
Ich würde einen schönen Weg anlegen, und ansonsten diese Grundlage aus Efeu und Baumwurzeln erstmal so lassen.
Reiss' stellenweise Efeu weg und pflanz' da Azaleen und Rhododendren, bissi saure Rhodendrenerde ins Pflanzloch. Das sind Flachwurzler, sie kommen im Schatten klar und auch mit den tiefgreifenden und hochwachsenden Baumwurzeln. Der Efeu sorgt dafür, dass ihr Boden nie gänzlich austrocknet. Farne können dazu, Aronstabarten, Buschwindröschen, Akelei, Lungenkraut, Bärlauch... frag später weiter! Und im Herbst das Laub der Esche immer fein unter die Sträucher kehren und liegenlassen! Dann ist das eine standortgerechte Beflanzung die gedeihen wird!

4. Der Bereich vor und neben der Sitzterrasse:
Ich denke, da solltest Du die Rasensoden abheben (mit der Nase nach unten kompostieren) und noch etwas gekaufte Erde aufbringen. Im Prinzip kannst Du da wirklich ein schönes Blumenbeet anlegen! Sonne bekommt es ja jetzt genug, für Erde ist dann auch gesorgt, eine Strauchrose wächst da ja schon. Schön sind Stauden, die jedes Jahr wiederkommen: Iris, Margariten, Phlox, Strauchastern für den Herbst...
Wenn oben vom Kellerabgang her die mediterrane Schicht von Kräutern da ist, können dazwischen auch wiederkehrende Nelken wachsen, kleine Röschen im Zwischenbereich .... der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Probier aus!
Hier kann alles gedeihen was in einem sonnigen Garten wächst!

5. Vor der Garage im Garten gedeiht sicher noch etwas "gemüsiges". *grins*
Na, sagen wir so: Direkt hinter ihr nicht! Sie wirft zuviel Schatten! Pflanz hier hübsche Sträucher, die das abkönnen!
Und wenn Du Dir dann die Fläche anguckst mit dem Gemüsebeet von links, dem Sträucherbeet von der Garage aus, dem reinwachsenden Blütenbeet von der Sitzterasse aus, dem reinwachsenden Kräuterbeet vom Kellerabgang aus, bleibt da eigentlich nur noch eine recht kleine Rasenfläche, die auch erhalten bleiben sollte. Das beruhigt das Auge. Schafft einen guten Klang zu vielen höher wachsende Pflanzen.

6. Platz vor der Garage zur Straße hin:
Die Erde wird hier nicht sonderlich gut sein, wegen der Baumwurzeln, aber der Standort ist vom Licht her nicht schlecht! Die Südsonne kommt ja auch zum Teil unter den Eschen durch!
Ich würde dort im verbleibenden Licht Strauchrosen pflanzen, schöne Scheinquitten, an der Garage oder den Bäumen eine Lonicera zum Hochranken, es kann auch eine große Rankerose in der Esche sein! Untendrunter am Zaun Glockenblumen, Margariten, Goldlack.... An diesem Zaun können viele bunte Blumen gedeihen! Eventuell vorher etwas neue Erde drauf!

Einen lieben Gruß,
Mia

Und jetzt verdau das erstmal! :smile: Lass alles sacken! :wink: :wink: :wink:
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Re: Kleiner Nutzgarten - wer kann Starthilfe geben?

Beitrag von Fideline » Do Feb 14, 2013 13:08

Hallo Zehbart,
ich habe in den letzten beiden Jahren ein wenig mit "vertikalem Gärtnern" experimentiert. Das ist ein gute Möglichkeit, wenn der Raum zum Anpflanzen zu klein für die Wünsche ist :wink: .

Wir haben aus beschädigten Regenfässern eine Bohnentonne und eine Erdbeertonne gebastelt und aus einem Rohr einen Salatbaum, der auch die Schnecken gut abhalten kann. Auf die Ideen bin ich über die Permakultur gekommen. Auch ein Bohnenzelt ist aus einer Stange, einem alten Fahrradfelge und Paketschnur mit ein paar Campingheringen entstanden.
Die Ergebnisse waren im ersten Jahr überraschend gut und wären noch besser gewesen, wenn frau das Gießen nicht so vernächlässigt hätte :roll: .

Einfach mal Salatbaum und Gemüse in der Tonne als Suchbegriff eingeben, da gibt es einiges zu finden. (z.B. http://geniesser-garten.blogspot.de/201 ... arten.html) Auch unter vertikales Gärtnern sollte etwas zu finden sein.
Ich schau mal, ob ich es mit der Technik schaffe unsere Fotos einzufügen ...

Sorry, da für scheine ich zu bl...ond :oops: (Versuche es später nochmal)

Lieben Gruß und viel Spaß beim Gärtnern.
Fideline

zehbart
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Re: Kleiner Nutzgarten - wer kann Starthilfe geben?

Beitrag von zehbart » Sa Feb 16, 2013 14:56

Hi Fideline, vielen Dank für Deinen Beitrag - die Sache mit dem Salatbaum ist ein Knaller! Das werden wir auf jeden Fall mal dieses Jahr ausprobieren. Auch die Idee mit der Tonne hat definitiv etwas. Wenn Du da noch mehr Sachen findest wäre ich auf jeden Fall ein interessierter Zuhörer (oder leser...) :-)

@Mia: Sorry, dass ich mich so lange nicht zurückgemeldet habe. Bin gerade dabei, die schmale Seite des Abhangs zum Keller runter umzugraben und will nächste Woche die Terassenbeete anlegen. Wahrscheinlich erst mal nicht Steinen - bin etwas hinten rüber gekippt als ich die Preise gesehen habe... Werde es erst mal mit Beetrollies ausprobieren auch auf die Gefahr hin, dass die in zwei Jahren wegbröckeln. Hoffentlich wird das Wetter bald etwas besser, damit es richtig los gehen kann.


Viele Grüße
zehbart

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