Beetumrandung - vertragen sich alle Blumen?

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Beetumrandung - vertragen sich alle Blumen?

Beitrag von lizzard » Fr Mai 13, 2011 10:27

Hallo zusammen,

mich würde mal interessieren, ob es unter Zierpflanzen auch solche Unverträglichkeiten gibt, wie bei Gemüse.

Was mir klar ist: eine Kombi von stark wüchsigen und wuchernden, mit schwachwüchsigen ist evtl. ungeschickt, weil die schwächere Pflanze verdrängt werden könnte. Oder Überschattung oder ähnliches.
Was ich aber nicht weiß: ob manche Pflanzen den Duft oder die Ausdünstungen anderer evtl. nicht verträgt?

Kennt ihr da was?

Ich überlege gerade nämlich schon, wie ich auf Herbst rum den Rand um mein Gemüsebeet herum gestalte. Ich habe im letzten Jahr probehalber einige Narzissen und Hyazinthen und auch paar Zierallium (die lila und weiß farbenen mit den tollen Kugeln) in der Erde versenkt. Die sind toll aufgegangen. Ich bin einfach fasziniert.
Nun möchte ich ganz gerne für nächstes Jahr auf jeden Fall etwas mehr pflanzen. Am liebsten um das gesamte Gemüsebeet herum. Da ist die Erde nämlich ziemlich angegriffen. Da wächst kein Rasen und das sieht so vertrocknet und unschön aus. Besonders im Sommer, wenn die Erde trocken ist.
Ich möchte gerne jedes Stückchen Erde irgendwie genutzt wissen.

Nun muss ich aber schon in Etwa wissen, was ich pflanzen werde, damit ich die Bereiche entsprechend frei halte.

Ich möchte gerne auf jeden Fall mehr Narzissen, Hyazinthen, Traubenhyazinthen, evtl. Tulpen und auf jeden Fall noch viel mehr lila und weißer Allium. Rund herum.
Das sind ja nun alles Zwiebeln, was sicher nicht unbedingt jede Pflanze mag.

Würden das in Kombi mit Päonien (also Pfingstrosen) gehen? Und vielleicht auch mit den Mini-Dahlien. Die habe ich im Schubkarren momentan. Sehen toll aus!

Auch bin ich noch auf der Suche nach einer Art Unterpflanzung. Zwischen die vielen Zwiebeln. Aber ich weiß noch immer nichts, das lehmigen Boden verträgt, etwas Trockenheit und volle Sonne (wobei hier mehr von Halbschatten gesprochen werden kann, weil im Sommer der Walnussbaum gut Schatten wirft) und dabei trotzdem schön wuchert und alles zu macht. So würde der Boden auch weniger stark trocknen.

Obst-Gemüse-mäßig wächst am Rand des Beets in Pflanzsteinen noch Katzenminze und Erdbeeren.

Hättet ihr mir Ideen, wie ich den Rand meines Beets verschönern könnte? So, dass es im Frühjahr voller Blüten strahlt (eben Narzissen und Co.), bei Verblühen der Blüten aber eine Unterpflanzung die Optik abfängt und dann die Blüte im Sommer sozusagen übernimmt.
So dass es, außer im Winter, immer schön lebendig aussieht.
Liebe Grüße
Liz

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Re: Beetumrandung - vertragen sich alle Blumen?

Beitrag von lizzard » Fr Mai 13, 2011 10:35

Ach ja - zwecks Unterpflanzung und Polsterung habe ich gerade diese beiden Blumen noch entdeckt.

Einmal Mazus Reptans: http://www.baldur-garten.de/produkt/168 ... detail.jsf
Calystegia: http://www.baldur-garten.de/produkt/134 ... detail.jsf

Eigentlich dachte ich mir die Calystegia für den Bereich an unserer Gartenbude. Hier ist der Hang relativ stark und ich möchte hier auch einen Bodendecker.

Mazus habe ich mir für den Rückbereich meines Gemüsebeets gedacht. Das fällt ein wenig in Halbschatten, weil hier der Zaun zum Nachbargrundstück ist und dieser ist stark überwuchert von Gestrüpp.
Ich möchte hier gerne den wilden Wuchs von Gräsern und Butterblume unterdrücken, weil das meine Johannisbeeren und Kräuter überwuchert.

Calystegia würde sich evtl. um das Beet rundherum ganz gut machen. Oder das Mazus Reptans allein rund um das gesamte Beet?

Ich habe bei Baldur-Garten gestern angefragt, ob diese Pflanzen für meinen Boden geeignet sind. Laut dem Anbieter wuchern diese Pflanzen wohl stark und zuverlässig und anspruchslos.
Kennt ihr die oder habt ihr bessere Ideen?

Mazus Reptans lässt wohl auch Frühjahrsblüher durch. Also überwuchert nicht so, dass nichts mehr durch kommt.
Liebe Grüße
Liz

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Re: Beetumrandung - vertragen sich alle Blumen?

Beitrag von Carolyn » Fr Mai 13, 2011 13:01

Ich starte dieses Jahr einen Versuch mit Husarenknöpfchen als (einjährigen) Bodendecker unter meinem Spalierbirnbaum. Im Frühjahr stehen da dicht an dicht Krokusse, jetzt ist die Erde nackt, was mich jedes Jahr wieder stört. Der Platz ist allerdings absolut vollsonnig und wohl der heißeste auf dem ganzen Grundstück (vom Gewächshaus mal abgesehen), da es dort sogar ziemlich windgeschützt ist und rundum Hofpflaster bzw. Hauswand. Ich bin erst gestern dazu gekommen, die Husarenknöpfchen anzusäen (in Töpfchen im Haus), also kann ich noch nicht sagen, wie es klappen wird.

Mehr kann ich dazu nicht beitragen. :wink:
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Re: Beetumrandung - vertragen sich alle Blumen?

Beitrag von lizzard » Fr Mai 13, 2011 13:34

Irgendwie artet das meiste doch in ein "Probieren und Studieren" aus oder? :rolleyes:

Bei so vielen verschiedenen Blumen, Zwiebeln, Knollen, Stauden usw. usf. und dann noch die unterschiedlichen Standortansprüche... da ist es doch schon sehr schwer jemanden zu finden, der genau diese Kombi unter den genau gleich gegebenen Ansprüchen versucht hat.
Liebe Grüße
Liz

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Re: Beetumrandung - vertragen sich alle Blumen?

Beitrag von Carolyn » Fr Mai 13, 2011 15:31

*lach* Ich glaube, so jemanden gibt es nicht! Bestenfalls jemanden, der die einzelnen Pflanzen genau kennt und eben weiß, ob sie sich widersprechende Standortansprüche haben oder ob eine weitere dichte Bepflanzung die Zwiebeln stört oder ähnliches. Und es gibt ja manchmal tatsächlich Pflanzen, die wenige Nachbarn dulden, Stichwort gute und schlechte Nachbarn. Darin bin ich aber nicht so wirklich bewandert.
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Re: Beetumrandung - vertragen sich alle Blumen?

Beitrag von lizzard » So Mai 15, 2011 20:29

So bleibt wirklich nur "Probieren und Studieren" und danach eben berichten. :lol:
Liebe Grüße
Liz

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Re: Beetumrandung - vertragen sich alle Blumen?

Beitrag von admin » Mo Mai 16, 2011 21:40

lizzard hat geschrieben:Was ich aber nicht weiß: ob manche Pflanzen den Duft oder die Ausdünstungen anderer evtl. nicht verträgt?
Meistens (für Gemüse :grin: ) und manchmal (für Blumen :shock: ) hat ja die Haupseite etwas unter Reiter "Fruchtfolge" (und Nachbarschaften):

http://www.bio-gaertner.de/pflanzen/Pfi ... ruchtfolge
http://www.bio-gaertner.de/pflanzen/Hya ... ruchtfolge
Grüsse vom Admin
www.bio-gaertner.de

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Re: Beetumrandung - vertragen sich alle Blumen?

Beitrag von lizzard » Di Mai 17, 2011 08:42

Danke für den Hinweis! Das habe ich auch bereits entdeckt.
Aber das heißt, dass ich zu jeder Pflanze extra rein gehen und schauen muss und nicht selten steht da leider kein Erfahrungswert.

Aber trotzdem danke für den Hinweis!
Liebe Grüße
Liz

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Re: Beetumrandung - vertragen sich alle Blumen?

Beitrag von Cerifera » Di Mai 17, 2011 09:31

Also bei Zwiebelblumen sollte sich das mit der Unverträglichkeit in Grenzen halten - ich hatte da jedenfalls noch nix bemerkt. Solange die Zwiebelblumen nicht von Vogelmiere, Giersch und Co. überwuchert werden...

Zwecks Verträglichkeit denke ich auch, dass der für die einzelne Pflanze geeignete Standort entscheidender ist.

Mir fallen auf Anhieb nur Tagetes, Petersilie, Tomaten, Wermut und Chrysanthemen ein, die wegen ihrer Ausdünstungen nicht mit allem verträglich sein könnten.

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Re: Beetumrandung - vertragen sich alle Blumen?

Beitrag von maiglöckchen » Di Mai 17, 2011 16:55

Deine vielen Zwiebelblumen sind doch aber nur im Frühjahr schön, oder? Ich grenze meine Gemüsebeete vom Rasen durch eine einjährige Blumenmischung (aus gekauften Samentüten) ab. Das sieht ab Sommer bildschön aus und das bis zum Frost. Auch die Schmetterlinge freuen sich.
Gruß,
Maiglöckchen

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Re: Beetumrandung - vertragen sich alle Blumen?

Beitrag von lizzard » Mi Mai 18, 2011 08:43

maiglöckchen hat geschrieben:Deine vielen Zwiebelblumen sind doch aber nur im Frühjahr schön, oder?
Genau das ist der Punkt. Ich möchte gerne eine Unterpflanzung, bzw. eine Pflanzung insgesamt, die in der Kombination dann das ganze Jahr über schön ist.

Die Zwiebelblumen sind im Frühjahr natürlich das absolute Highlight. Halten sich aber nur wenige Wochen lang. Und deshalb überlege ich, welche Pflanze ich setzen möchte, die dann erst mal polsterig grün ist und dann vielleicht die Blüte übernimmt.

Sämereien dauern mir zu lang und muss man immer ständig feucht halten. Das ist mir etwas aufwendig. Darum würde ich lieber eine Staude finden, die mehrjährig ist.
Sämereien werde ich trotzdem auch immer wieder haben. Die nutze ich dann als Lückenfüller.

Am Wochenende habe ich das nun so gemacht, dass ich mir 18 weiße gefüllte Chrysanthemen geholt habe. Ich setze sie nicht um das Beet herum, sondern an die besonders leeren und trockenen Stellen. Da habe ich die Erde ausgehoben und mit Sand, Kompost und Blumenerde gefüllt. Da die Pflanzen hinein und paar Sämereien von Kornblumen, Mandelröschen und Jungfer im Grünen dazu.
An anderer Stelle habe ich nun mal paar Lilienzwiebeln gesetzt.
Mal schauen, wie sich das dieses Jahr entwickelt. Einige andere Sämereien habe ich ebenfalls verteilt. Mittagsblume oder wie die sich nennt, Schmückkörbchen, Cosmea, Fuchsschwanz, Stockrose, Rittersporn, Sonnenhut, Fingerhut. Überall verteilt.
Ich weiß, die ein oder andere Pflanze ist giftig. Aber paar tolle Blüten sind dabei und ich will auch den Insekten und Vögelchen Nahrung bieten.

Bin schon neugierig, welche Pflanzen aufgehen werden. :mrgreen:
Liebe Grüße
Liz

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